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Sonnenschutz

Die Sonne tut uns gut! – Aber die Dosis machts!

Vitalität und Wohlbefinden werden gesteigert, Kreislauf und Stoffwechsel kommen in Schwung und die Bildung von Vitamin D, das die Knochen stabilisiert, wird angeregt. Für dieses Wohlbefinden reichen allerdings sehr geringe Dosen an Sonnenstrahlen aus.

Häufiger Aufenthalt in der Sonne lässt unsere Haut frühzeitig altern: Falten und Altersflecken werden gefördert. Vielen Sonnenhungrigen ist nicht bewusst, dass der unvorsichtige Umgang mit der Sonne die Gefahr birgt, Hautschäden hervorzurufen.


Sonnenschutz/UV-Strahlung

Schutzbedarf besteht aufgrund der ultravioletten (UV)-Strahlung des
Sonnenlichts. Man unterscheidet zwischen UV A- und UV B-Strahlen.

  • UV A-Strahlen gelangen in 10x größerer Menge auf die Erde und dringen tiefer in die Haut ein. Sie verursachen die Sonnenallergie und die Spätschäden der Haut.
  • UV B-Strahlen verursachen hauptsächlich den Sonnenbrand.

Viele Sonnenbrände, besonders in der Kindheit, erhöhen das Hautkrebsrisiko.     Ein Sonnenbrand macht sich nach 2 bis 5 Stunden mit Rötung, Schwellung und Schmerz bemerkbar. Nach 24 Stunden ist das Maximum der Hautschädigung erst erreicht.

  • Ein gutes Sonnenschutzmittel muss die Haut vor UV A- und UV B-Strahlen schützen! Es sollte gut hautverträglich und stabil gegen Schweiß, Hitze und Bakterien sein.
  • Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, als es die Eigenschutzzeit der Haut erlaubt.

Nach neuestem europäischen Standard hat der LSF nicht nur Aussagekraft über
den UV B-Schutz. Der UV A-Filter beträgt mindestens ein Drittel des im LSF
angegebenen UV B-Schutzes

  • niedriger       Schutz: LSF       6 - 15
  • mittlerer        Schutz: LSF     15 - 25
  • hoher            Schutz: LSF     25 - 50

Auswahl des richtigen Sonnenschutzpräparates

Maßgebend für die Wahl des richtigen LSF sind die individuelle Empfindlichkeit
(Hauttyp), die Intensität der Strahlung  (Aufenthaltsort: z.B. Wasser, Gebirge,
Schnee) und der Grad der schon erfolgten Gewöhnung an die Sonne.

  • Bei Schwangerschaft, Einnahme von Medikamenten, die mit der Sonne zu Hautreaktionen führen können oder wenn die Haut in der Sonne zu Rötungen und Juckreiz neigt, sollte ein besonders hoher LSF gewählt werden
  • Je heller die Haut, je schlechter sie bräunt, umso höher muss der LSF sein
  • Für das Gesicht eignet sich bei trockener Haut oder in der Kälte (Winterurlaub) Creme, für den Körper Sonnenmilch oder Spray
  • Bei Neigung zu Sonnenallergie sollte das Sonnenschutzmittel fett- und emulgatorfrei sein
  • Für normale Haut, Mischhaut oder bei Akne sollte ein nichtfettendes Gel verwendet werden
  • Gele oder fettfreie Sprays eignen sich auch für Männer für behaarte Körperstellen, z.B. auch bei Glatzenbildung. Auch Frauen mit durchscheinender Kopfhaut sollten mit einem fettfreien Spray die Kopfhaut schützen
  • Wasserfeste Produkte bei Wassersport, Schwimmen verwenden
  • Für Kinder gibt es spezielle wasser-, sand- und schwitzfeste Produkte mit hohem LSF. Sonnenschutzcremes ohne chemische Filter (UV-Schutz auf der Basis von Mikropigmenten) sind für kleine Kinder sinnvoll
  • Besonders wichtig ist der Schutz der Lippen, da hier kein Eigenschutz besteht

Sonnenregeln

  • Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr meiden
  • Schutz durch Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille
  • Sonnenschutzpräparat mind. 30 min vor dem Sonnenbad nicht zu dünnm auftragen
  • Beim Eincremen auf „Sonnenterrassen“ wie Nasenrücken, Wangenknochen, Ohrmuschel, Fußrücken achten
  • Erneutes Eincremen nach dem Baden, verlängert aber die Schutzzeit nicht!
  • Zu lange Sonnenaufenthalte meiden (im Schatten erworbene Bräune hält länger)
  • Meerwasser, Sand, Schnee, Wassertröpfchen auf der Haut reflektieren die UV-Strahlen, daher höherer Lichtschutz erforderlich
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut bei Schwangerschaft und bei Einnahme bestimmter Medikamente beachten
  • Bei Neigung zu Herpes ist extremer Lippenschutz erforderlich
  • Bräune durch Solarien bietet nur unzureichenden Schutz, Bräune durch Selbstbräuner gar keinen
  • Kinder unter 3 Jahren sollten gar nicht in Sonne

Nach dem Sonnenbad

  • Après-Produkte kühlen, beruhigen und spenden der Haut Feuchtigkeit
  • Kühlende, antiallergische Gele bei leichten Hautreizungen anwenden
  • Bei leichtem Sonnenbrand Creme mit Hydrocortison benutzen
  • Bei schmerzhaftem Sonnenbrand entzündungshemmende Mittel einnehmen
  • Starken Sonnenbrand vom Arzt behandeln lassen
  • Bei Neigung zu Sonnenallergien antiallergische Tabletten, evt. in Kombination mit Calcium mit ins Reisegepäck
  • Nach Hautrötungen Sonne mehrere Tage meiden