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Hautpflege

Für eine gesunde Haut

Damit Ihre Haut von Reizungen, Rötungen, Spannungen und Juckreiz verschont und Ihr strahlender Teint erhalten bleibt, braucht sie Schutz und konsequente Pflege. Die Haut als äußere Hülle ist für uns Abgrenzung, Sinnesorgan und Schutz zugleich. Also Gründe genug, ihr verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen.

Das Team der Viktoria-Apotheke berät Sie gerne, wie Sie Ihrer Haut optimalen Schutz bieten können und gibt Ihnen Tipps rund um die Pflege der Haut.

Die Haut – unser größtes Organ

Mit einer Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie macht rund ein Sechstel des Körpergewichtes aus.

Die hauchdünne Körperhülle ist in drei Schichten gegliedert:

  • Oberhaut
  • Lederhaut
  • Unterhaut

In diesen Schichten befinden sich auch die Hautanhangsgebilde wie Haare, Nägel und Drüsen.

Die Haut erfüllt wichtige Funktionen wie Temperaturregulation, Energiespeicherung, Sinnesempfinden und Schutz vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel vor Bakterien und Pilzen.

Schutzschild Oberhaut

Die Oberhaut, auch Epidermis genannt, bildet als äußerste Schicht die eigentliche Hülle gegenüber der Umwelt. Ihre Dicke beträgt im Durchschnitt 0,1 mm, wobei sie an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers stark variiert. Beispielsweise ist die Epidermis im Gesicht nur 0,02 mm dick, an den Fußsohlen hingegen 1-5 mm.

Die Oberhaut ist von einer dünnen Wasser-Fettschicht überzogen, die sie geschmeidig hält und vor allem einen zuverlässigen Schutz vor fremden Eindringlingen bietet. Dieser Hydrolipidfilm wird von den Schweiß- und Talgdrüsen, deren Ausführungsgänge in der Epidermis lokalisiert sind, produziert.

Das Stratum corneum, die Hornschicht, stellt die oberste Schicht der Epidermis dar. Sie besteht aus abgestorbenen, miteinander verzahnten Zellen, welche einen widerstandsfähigen Schutz gegenüber mechanischen und chemischen Einflüssen bildet.

Darunter befinden sich mehrere Lagen hornbildender Zellen, die Keratinozyten, die sich unaufhörlich teilen und auf diese Art und Weise Nachschub für den Schutzschild produzieren.

Die Pigmentzellen, die Melanozyten, welche in der untersten Schicht der Epidermis lokalisiert sind, sorgen für die Bildung des braunen Farbstoffes Melanin, der unerlässlich für unseren körpereigenen Sonnenschutz ist.

Ebenso findet man hier die Abwehrzellen des Immunsystems, die Langerhans-Zellen.

Robust, elastisch und empfindsam – die Lederhaut

Die Lederhaut, auch Dermis genannt, besteht aus zwei Lagen. Hauptbestandteil sind Bindegewebsfasern-bogenförmige, elastische Fasern und wellenförmige, kaum dehnbare Kollagenfasern. Diese bedingen die hohe Elastizität und die Zugfestigkeit der Lederhaut.
Ihre Funktion besteht in der Nährstoffversorgung der Haut, da in ihr die Blutgefäße verlaufen. Ebenso vorhanden sind Nervenfasern zur Wahrnehmung von Druck, Berührung, Temperatur und Jucken.

Die Unterhaut - der Fettspeicher

Als Subcutis bezeichnet man das Unterhautfettgewebe, welches aus lockerem Bindegewebe und darin eingelagerten, energieliefernden Fettzellen bestehen.
Sie ist stark mit Blutgefäßen durchzogen, wodurch ein schneller Weitertransport von gespeicherten Nährstoffen je nach Bedarf gewährleistet ist.
Neben der Speicherung von Energie in Form von flüssigen Fetten, ist ihre Aufgabe die Isolation des Körpers vor Kälte und die Abpolsterung gegen Stöße.

Die Haut – ein wahres Multitalent

Wirkvolle Schutzbarriere des Körpers gegen die Umwelt
Schutz vor Hitze und Kälte
Schutz gegen Krankheitserreger und Strahlung
Speicher für Nährstoffe und Wasser
Ausscheiden von Schweiß (Kühlfunktion)
Aufnahme von Wirkstoffen
Sinnesorgan
Kreislauf - und Thermoregulation durch die Hautdurchblutung
Schutz vor Wärme – und Wasserverlust

Weshalb der Hautpflege im Winter größte Aufmerksamkeit gilt?

Der Winter hat Einzug gehalten... ein erholsamer Spaziergang an der eisigen Luft, anschließendes Wohlfühlen im warmen Zuhause und ein entspannendes Schaumbad sorgen für Wohlbefinden von Körper und Seele, jedoch kaum vorstellbar, wie sehr unsere Haut unter diesem Temperaturwechsel leidet.

Die kalte und dunkle Jahreszeit ist eine Strapaze für die Haut. Ihre Regenerationsfähigkeit ist ohnehin schon gedrosselt, da machen ihr Kälte, Wind und trockene Heizungsluft erst recht zu schaffen. Es gilt also gerade im Winter, die Hautpflege den Bedürfnissen dieser Jahreszeit anzupassen.

Kühle Winterluft kann bei weitem nicht so viel Feuchtigkeit tragen wie warme Sommerluft. Durch die trockene Umgebungsluft gibt die Haut mehr Feuchtigkeit ab und wird trockener. Bei Kälte trifft unsere Haut Maßnahmen, um Wärme im Körper zu halten.

Als natürlichen Schutz vor Austrocknung ist die Haut von einem Fettfilm überzogen, der unter anderem eine übermäßige Verdunstung verhindert. Kleine Talgdrüsen sorgen für die Produktion und Ausscheiden dieses Lipidfilms. Allerdings produzieren diese Talgdrüsen bei fallenden Temperaturen immer weniger Fett.

Weit verbreitet ist ebenfalls der Irrglaube, dass ein warmes Bad der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurück gibt. Heißes Badewasser setzt die Haut dem größten Stress aus, da auch hier wertvolle Feuchtigkeit entzogen wird.

Pflegetipps im Winter

Um der Haut in dieser Jahreszeit Schutz zu geben, den sie braucht, ist eine gezielte Feuchtigkeits – und Fettversorgung unerlässlich. Feuchtigkeit liefern Pflegeprodukte, die im Winter fetthaltiger sein dürfen und sogar sein müssen als im Sommer.

Beim Wintersport ist es sogar empfehlenswert, auf besonders gefährdete Partien wie Lippen, Nase und Ohren Kälteschutzcremes (Lipogele) aufzutragen. Diese verhindern nämlich den Feuchtigkeitsaustausch der Haut mit der Umgebungsluft und verhindern so wirksam eine Austrocknung.

Nicht zu unterschätzen ist auch eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Räumen.
Luftbefeuchter, die an den Heizkörper angebracht werden, sorgen für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit.

Außerdem sollte die Flüssigkeitszufuhr angemessen sein. Ernährungswissenschaftler empfehlen mindestens zwei Liter täglich. Es eignen sich Wasser und ungesüßte Früchtetees.

Man sollte weder zu häufig noch zu lange und zu heiß duschen. Wechselduschen mit häufigen und deutlich spürbaren Temperaturunterschieden fördern die Durchblutung der Haut und können somit Nährstoffe schneller an strapazierte Hautstellen transportieren.

Es gilt auch, Duschmittel nur in Maßen zu verwenden, da auch sie die Schutzschicht der Haut angreifen und negativ beeinflussen können.

Beherzigen sollte man auch den Ratschlag, nicht allzu oft und heiß zu baden. Die Wassertemperatur sollte sich zwischen 32 und 35 Grad Celsius bewegen. Rückfettende Ölbäder sind dabei schonender als austrocknende Schaumbäder.

Durch extreme Kälte können vor allem auch an den Händen feine Risse entstehen, womit die Gefahr von Entzündungen steigt. Somit gilt auch den Händen ein besonderer Schutz. Nur milde und ph-neutrale Waschlotionen verwenden und anschließend eincremen und mit Handschuhen schützen.

Abends ist die Haut für Pflegestoffe besonders aufnahmefähig. Deshalb lautet auch hier der Rat, den Körper am Ende des Tages mit Pflegelotionen zu versorgen.

Während des Wintersports sollte man die Sonne nicht unterschätzen. Trotz der geringeren Sonneneinstrahlung wird die Wirkung in höheren Lagen und bei Schnee deutlich verstärkt, denn mit zunehmenden Höhenmetern nimmt die UV-Strahlung zu und der Schnee kann durch Lichtreflektion die Wirkung der Strahlung verstärken.

In den Bergen muß also neben dem Fettgehalt der Creme auch auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor geachtet werden.

Bei anhaltenden Problemen, starkem Juckreiz und Entzündungen sollte man den Hautarzt aufsuchen. Er kann die Ursache für die Beschwerden bestimmen und eine Empfehlung für die gezielte Behandlung aussprechen.