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Erkältung

Tipps bei Erkältung

Egal ob Juni oder Februar, meist sind es Viren, die unser Immunsystem bezwingen, welches - wie der Begriff Erkältung besagt - nach einer allzukühlen Sommernacht, oder durch Nässe oder Zugluft im Winter geschwächt ist. Die Viren vermehren sich unaufhaltsam auf den Schleimhäuten und lösen, je nach individueller Empfindlichkeit Beschwerden vor allem in den Atemwegen aus.

Das Team der Viktoria-Apotheke berät Sie gerne, wie Sie einer Erkältung vorbeugen können und was bei akuten Erkältungsbeschwerden hilft, damit auch Sie gesund durch den Winter kommen.

Zwei bis dreimal im Jahr erwischt es im Durchschnitt jeden, manchen sogar bis zu achtmal. Gerade in der kalten Jahreszeit begegnen einem Schnupfen, Husten und Heiserkeit auf Schritt und Tritt. Man spricht von Erkältung, Grippe oder grippalem Infekt. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter all diesen Begriffen?

Zwischen Erkältung bzw. grippalem Infekt und der echten Grippe wird im Volksmund meist nicht unterschieden, da die Symptome auf den ersten Blick ähnlich erscheinen. Die Nase trieft, schwillt an, ist rot. Es kratzt der Hals, das Schlucken schmerzt, die Bronchien rebellieren und es schmerzen die Glieder. Der gesamte Organismus ist von lähmender Mattigkeit befallen.

Jedoch werden die Erkrankungen von unterschiedlichen Erregern verursacht und haben zudem einen völlig anderen Krankeitsverlauf. Die Grippe, auch Influenza genannt, wird durch Influenzaviren ausgelöst, wobei man drei verschiedene Subtypen unterscheidet. Dadurch, dass sie in der Lage sind , sich ständig verändern zu können, und von dieser Eigenschaft auch Gebrauch machen, muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt und eine Impfung aufs neue durchgeführt werden. Jedoch wird der grippale Infekt durch bis zu 200 verchiedenen Virusarten hervorgerufen. Dazu zählen beispielsweise Rhino-, Adeno-oder Coronaviren. Dies liefert eine Erklärung dafür, dass nach überstandener Erkältung der Körper nicht automatisch vor einer erneuten Ansteckung geschützt ist und man durchaus mehrmals jährlich erkranken kann.

Verständlich wird dadurch auch, dass eine Schutzimpfung gegen den grippalen Infekt ebenso nicht zu realisieren ist. Die Übertragung der Viren erfolgt in den meisten Fällen durchTröpfcheninfektion, das heißt beim Reden, Niesen oder Husten einer infizierten Person werden die Krankheitserreger durch die Luft gewirbelt und von gesunden Personen über die Atemwege aufgenommen. Nasen-und Rachenschleimhaut reagieren, indem sie anschwellen und vermehrt Sekret bilden. Zudem wird das körpereigene Immunsystem angekurbelt, und Beschwerden wie Mattigkeit und Fieber sind die Folge.

Symptome des grippalen Infektes:

  •     Husten
  •     Schnupfen
  •     Heiserkeit
  •     Halsschmerzen
  •     Glieder-und Kopfschmerzen
  •     Fieber und Schüttelfrost
  •     Mattigkeit

Symptome der Influenza:
Die Grippe (Influenza) verläuft wesentlicher dramatischer.
Innerhalb weniger Tage führt sie zu den typischen Krankheitszeichen mit schlagartig beginnendem Fieber, Kopf-und Gliederschmerzen sowie Halsschmerzen und Husten.
Treten keine Komplikationen auf, bilden sich die akuten Beschwerden im Verlauf einer Woche zurück.

Gestaltet sich der Krankheitsverlauf als weniger günstig, können Komplikationen wie Mittelohr-,Lungen-und Herzmuskelentzündung begleitend einher gehen.

Besonders anfällig sind Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-oder Lungenerkrankungen, Patienten mit Immunschwäche, Menschen, die aufgrund ihres Berufs mit vielen Leuten in Kontakt kommen, sowie Kleinkinder und Senioren.

Goldene Regeln zur Vorbeugung:

  •     Stärkung des Immunsystems mit einer ausgewogenen vitamin-und ballaststoffreichen Kost: Vitamin A, C und E sowie die Spurenelemente Zink und Selen schützen als Radikalfänger die Körperzellen
  •     Bewegung an der frischen Luft, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Schleimhäute zu befeuchten um sie somit für den Befall mit Viren und Bakterien widerstandsfähiger zu machen
  •     Viren können mehrere Stunden auf der Hautoberfläche verweilen und werden häufig durch Händeschütteln übertragen. Besser darauf verzichten und sich mehrmals täglich die Hände waschen
  •     Zigaretten-und Alkoholkonsum meiden, da durch die Bildung von Antioxidantien das Immunsystem in seiner Arbeit beeinträchtigt wird
  •     Abstand halten zu Erkälteten
  •     Regelmäßige Saunabesuche und Kneippkuren
  •     Unterstützung des Immunsystems durch Einnahme von Vitaminpräparaten
  •     Risikopatienten wird geraten, rechtzeitig über eine Grippeschutzimpfung nachzudenken

Wenn einen die Erkältung dann trotzdem heimgesucht hat!
Generell gilt, dass sich eine anbahnende Erkältung nicht mehr aufhalten lässt. Jedoch gibt es altbewährte Hausmittel und gute Medikamente, welche die Symptome zu lindern vermögen und den Heilungsprozess positiv unterstützen.

Die wichtigste Empfehlung lautet, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am besten eigenen sich warme Tees. Die Feuchtigkeit sorgt für eine ausreichende Befeuchtung der Schleimhäute in Nase, Hals und Bronchien und unterstützt dadurch das Schleimlösen.

Mehrmals täglich lüften und Luftbefeuchter anbringen, um Raum-und Atemklima zu verbessern.

Wärme von außen: warme Halswickel anbringen, um die Durchblutung anzuregen und den Körper im Kampf gegen die Viren zu unterstützen.

Schmerzt der Hals, helfen schonend desinfizierende Gurgellösungen auf Kamille-, Salbei oder Thymianbasis, welche die mit Viren und Bakterien durchsetzten Beläge auf Mund-und Rachenschleimhaut abspülen.

Vorsicht ist geboten mit Lösungen oder Lutschtabletten mit aggressiven Antiseptika, da sie den natürlichen Schutzmechanismus der Mund-und Rachenschleimhaut aus gesunder Bakterienflora außer Gefecht setzen.

Empfehlenswert sind zudem Kopfdampfbäder. Frische Kamilleblüten oder ein in der Apotheke erhältliches Kamillenkonzentrat sowie Kochsalz werden mit kochend heißem Wasser übergossen und die Dämpfe vorsichtig eingeatmet.

Dem Körper Ruhe gönnen!

Bei verstopfter Nase nur kurzfristige und kontrollierte Anwendung eines abschwellenden Nasensprays. Eventuell darauf achten, dass ein wundheilungsfördernder Zusatzstoff (Dexpanthenol) mit enthalten ist.

Bei Halsschmerzen zu Lutschtabletten greifen , die abhängig von der Intensität des Schmerzes entweder ein Lokalanästhetikum (Lidocain oder Benzocain) oder ein Schmerzmittel mit entzündungshemmender Komponente enhalten. Bei nur leichten Formen reicht oft auch schon ein Präparat auf pflanzlicher Basis z.B. Isländisch Moos aus oder Naturwirkstoffe wie Emser Salz.

Liegt Husten vor, muß zunächst abgeklärt werden, ob es sich um einen produktiven, d.h. schleimlösenden oder eine trockenen Reizhusten handelt.

Für beide Indikationen gibt es sowohl auf pflanzlicher als auch chemischer Basis Lutschpastillen, Säfte, Tropfen, Schluck-oder Brausetabletten.

Bei Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber gibt es gut verträgliche Schmerzmittel, die zugleich fiebersenkend wirken.