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Borreliose

März bis November – Zeit der Zecken

Zecken sind blutsaugende Parasiten. Sie lauern im Unterholz der Wälder und Parks und auf Sträuchern und Gräsern der Gärten auf Warmblütler, zu denen auch der Mensch gehört. Bei dem Einstich injiziert die Zecke mit ihrem Speichel einen betäubenden Stoff, danach beginnt sie mit Blutsaugen. Nach 2 bis 9 Tagen, wenn sie vollgesogen ist, lässt sie sich wieder abfallen.

Gefürchtet sind Zecken, weil sie verschiedene Krankheiten übertragen können!

FSME = Frühsommermeningoenzephalitis:

Bereits mit dem Einstich der Zecke kann der Virus übertragen werden, der nach 1 - 2 Wochen zunächst grippeähnliche Symptome verursacht, dann aber nach kurzer Zeit ohne Beschwerden eine Gehirnhautentzündung bewirken kann. Zecken, die FSME übertragen, kommen gehäuft in bestimmten Regionen vor. (siehe www.zecken.info) Wer sich in diesen Regionen aufhält oder wer einen Urlaub mit viel Aufenthalt im Freien (z.B. Wanderurlaub) in einem FSME- Gebiet plant, sollte rechtzeitig an eine Impfung denken.

Lyme- Borreliose:
Diese durch Zecken übertragene Krankheit wird durch Bakterien verursacht, die Borrelien. Die Verbreitung ist hier nicht regional gebunden, sie kommt überall vor. Die Bakterien sitzen im Darm der Zecke, sie gelangen erst nach etwa 12 Stunden in die Wunde. Ein frühzeitiges und vollständiges Entfernen der Zecke  ist hier ganz wichtig, um eine Infektion zu verhindern. Ein Impfstoff steht für die in Europa vorkommenden Erreger noch nicht zur Verfügung. Die Krankheit ist tückisch und verläuft in 3 Stadien mit vielen verschiedenen Symptomen. Die häufigsten Krankheitserscheinungen sind:
Erythrema migrans = Wanderröte, die von der Stichstelle ausgeht und sich vergrößert, dabei im Zentrum verblassen kann
Neuroborreliose = Erkrankung der Nerven
Arthritis = Erkrankung der Gelenke Diese bakterielle Erkrankung kann antibiotisch behandelt werden, je früher, desto besser sind die Heilungserfolge.

Vorbeugung:
Bei Wanderungen feste Schuhe tragen, Strümpfe über das Hosenbein ziehen. Blanke Körperstellen mit zeckenabweisenden Mitteln schützen. Bei der Rast auf eine Unterlage setzen. Abends den Körper sorgfältig auf Zecken kontrollieren,  besonders auch auf gut durchblutete Stellen wie Achselhöhlen und Genitalien achten.

Zecken richtig entfernen:
Zecke nicht mit Öl oder Sonstigem beträufeln, da sie sonst noch Sekret absondern kann. Zeckenzangen mit dicken Zangenbacken können den Zeckenleib zerquetschen und so Erreger ins Blut bringen. Eine gute Möglichkeit bietet die Zeckenkarte mit entsprechenden Aussparungen für große und kleine Zecken. Auch die Anwendung von Kältespray, mit dem die Zecke  sofort eingefroren wird und dann mit der Zeckenzange entfernt werden kann, ist möglich. Die Zecke sollte komplett entfernt sein! Nach dem Entfernen Einstichstelle desinfizieren. Tritt eine ringförmige Rötung auf oder kommt es zu Unwohlsein, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Fieber, sollte man einen Arzt aufsuchen.