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Bluthochdruck

Tipps zur richtigen Blutdruckmessung!

Der Mensch hat täglich ca. 100.000 verschiedene Blutdruckwerte. Einzelmessungen sind lediglich Momentaufnahmen und haben deshalb keine Aussagekraft. Nur regelmäßige Messungen zu gleichen Tageszeiten über einen längeren Zeitraum hinweg ermöglichen eine sinnvolle Beurteilung der Blutdruckwerte.

Je nach Anstrengung, Aufregung etc. pumpt das Herz mehr oder weniger schnell und kraftvoll. Das Blut versorgt den Körper demzufolge auch unterschiedlich stark mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Je früher Sie mit der Blutdruckmesskontrolle anfangen, desto besser können Sie auch mit regelmäßiger sportlicher Aktivität, gesunder Ernährung und Stressvermeidung Ihre Weichen für Ihre Gesundheit stellen.

Halten Sie vor jeder Messung unbedingt eine Ruhepause von 5 Minuten ein. Vor der Messung nichts essen, Alkohol oder Kaffee trinken und nicht rauchen. Nicht mit gefüllter Blase messen. Bei der Erstmessung rechts und links messen. Bei Abweichung stets an dem Arm mit dem höheren Wert messen. Differenzen von mehr als 20/10 mmHg muss der Arzt abklären.

Messen Sie Ihren Blutdruck 2-3mal täglich zu gleichen Zeiten und tragen Sie die gemessenen Werte mit Datum und Uhrzeit in Ihren Blutdruckpass ein. Vermeiden Sie wiederholte Messungen, da es hier zu Abweichungen kommen kann. Über einen Zeitraum von einer Woche gemessen, hat Ihr Arzt eine gute Bewertungsgrundlage.

Die Manschette muss die richtige Größe haben und auf Herzhöhe ausgerichtet sein. Nehmen Sie zur Blutdruckmessung eine entspannte Sitzposition ein, eine angespannte Muskulatur erhöht die Druckwerte um ca. 10 mmHg. Legen Sie die Manschette straff um den Oberarm. Der untere Manschettenrand sollte ca. 2,5 cm oberhalb der Ellenbeuge liegen. Der farblich markierte Messbereich der Oberarm-Manschette liegt in der Ellenbeuge und zeigt Richtung Hand. Vermeiden Sie einen Blutstau am Oberarm durch hochgeschobene, eingeschnürte Kleidung. Während der Messung sollten Sie nicht sprechen und sich nicht bewegen!

Einsatz von Messgeräten:
Wichtig ist die Haltung des Handgelenkes während des Messvorgangs, nämlich in Herzhöhe. Komfortable Geräte zeigen falsche Mess-Position an.

Handgelenk-Messgeräte sind nicht geeignet bei Erkrankungen, die sich auf die Arterien auswirken, da es hier durch mehr oder weniger geschädigte Arterien zu Störeinflüssen kommt: Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Parkinson-Erkrankung.

Blutdruckwerte:

               Systolisch (mmHg)   Diastolisch (mmHg)

Optimal        <120                      <80
Normal         <130                      <85
Grenzwert      140                        90

Menschen mit Begleiterkrankungen wie Diabetes oder chronische Nierenfunktionsstörungen sollten Werte von unter 130/80 mmHg haben.

Bluthochdruck (Hypertonie) – das stille Risiko:
In der Altersgruppe der 35-65 jährigen haben in Deutschland 60,2 % der Männer und 50,3 % der Frauen Bluthochdruck. Anfangs macht erhöhter Blutdruck keine Beschwerden, oft wird die Hypertonie erst erkannt, wenn bereits Schäden an Organen eingetreten sind. Zusätzliche Risikofaktoren sind Begleiterkrankungen wie Diabetes u./o. Fettstoffwechselstörungen. Durch Gefäßveränderungen steigt das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen. Ablagerungen in den Gefäßen der Netzhaut beeinträchtigen das Sehvermögen.

Risikofaktoren:

Lebensalter
Genetische Veranlagung
Erhöhter Alkoholkonsum
Rauchen
Stress
Bewegungsmangel
Übergewicht

Weitere Informationen finden Sie hier:

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL
www.hochdruckliga.de